Vereinschronik  
Im Katholischen Burschenverein Üchtelhausen als Stammverein wurde im Jahre 1921 die DJK Üchtelhausen gegründet. Unter dem Leitziel der Deutschen Jugendkraft "ein gesunder Geist in einem gesunden Körper" wurde mit dem Faustballspielen begonnen. Hinter dem Waldstück "Förstlein" wurde auf einem Ödland ein Spielfeld hergerichtet. Die Jugend kam mit Schlagball und Leichtathletik dazu, und auch eine Trommler- und Querpfeifengruppe wurde gegründet.
Nach fast dreijähriger Bauzeit wurde 1929 der erste Sportplatz fertiggestellt und eingeweiht. Aus dem Gemeindewald "Stengach" an der Schweinfurter Straße wurde die benötigte Fläche von der damals noch selbständige Gemeinde zur verfügung gestellt (Teil des jetztigen alten Sportplatzes). In mühseliger Handarbeit und unter großen Opfern wurde der Platz, der zum Teil durch Theaterspielen finanziert wurde, fertiggestellt.
Es begann ein großartiger sportlicher Aufschwung. Im Faustball wurde erstmal gegen die DJK Schweinfurt gewonnen und im Schlagball wurde Üchtelhausen Bezirksmeister und danach Gaumeister. 1930 spielte die Schlagballmannschaft um die Bayerische Meisterschaft und scheiterte erst im Endspiel gegen München.

Trommler und Querpfeifen-
gruppe 1926

Mittlere Reihe: Üchtelhäuser Schlagballmanschaft 1930
Weil in den Wintermonaten keine Turn- und Gymnastikabende durchgeführt werden konnten, wurde hinter der Schule ein Jugendheim gebaut und 1930 seiner Bestimmung übergeben. Jetzt konnte auch eine moderne Jugend- und Gruppenarbeit gefördert werden.
Das Jahr 1933 brachte in Deutschland den politischen Umsturz. Die öffentliche Arbeit der DJK wurde eingeschränkt und 1934 ganz verboten. Sämtliches Eigentum wurde beschlagnahmt und das Jugendheim weggenommen. Es begann die schwere Zeit des Bekennens und der Bewährung.
Die DJK Üchtelhausen wurde am 14. März 1948 wiedergegründet. Der Sportbetrieb mit Faustball, Fußball und Waldlauf begann 1949.
Im Jahre 1950 wurde am Sportgelände ein kleines Sportheim erbaut, das aber nur ein dringend benötigter Umkleideraum war. 1955 wurde der Sportplatz durch Aschenbahn und Sprunggrube erweitert. 1965 erfolgte die Gründung der Korbballabteilung und 1967 die Gründung der Gymnastikgruppe.
Der Bau eines Sportheimes, ein gewagter, aber sehr notwendiger Schritt und ein Meilenstein in der Geschichte der DJK Üchtelhausen wurde 1969 begonnen. Die Fertigstellung mit Einweihung zum 50-jährigen Vereinsjubiläum 1971 wirkte sich seht positiv auf das Vereinsleben aus und gab besonders den einzelnen Sportarten neue Impulse. Die erste Fußballmannschaft stieg 1973 in die B-Klasse und 1975 in die A-Klasse auf. 1976 wurde die Tischtennisabteilung gegründet.

Mit den Planungen für das 2.Spielfeld wurde bereits 1975 zusammen mit der Gemeinde Üchtelhausen begonnen. Dem damaligen 1. Bürgermeister Kilian Mai ist es zu verdanken, daß der neue Sportplatz in ehemaliges Waldgebiet gelegt werden konnte. Um überhaupt bauen zu können, hat uns die damalige Gemeinde eine Fläche von insgesamt 28.000 qm als Baukostenzuschuß zur Verfügung gestellt.
Mit der Rodung, Planierung und Verdichtung des Geländes wurde Ende 1979 begonnen. Bis Ende Juli 1980 war bereits der größte Teil der Arbeiten, die Anlage des Spielfeldes mir dem Einbau von ca. 3.500 cbm Sand, 400 Ballen Torf, einem speziellen Bewässerungssystem, einer Trainingsbeleuchtung und einer Umzäunung abgeschlossen. Ebenso wurden Stehstufen für die Zuschauer und ein Geräteraum gebaut. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 378.000 DM. Auch hier wurden enorme freiwillige Eigenleistungen der damals 400 Mitglieder erbracht, ohne die ein solches Projekt nicht zu verwirklichen gewesen wäre.

Das 1971 bezogene Sportheim war im Laufe der Jahre den Anforderungen des enorm gewachsenen Sportbetriebes nicht mehr gewachsen. Ebenso waren im Gaststättenbetrieb umfangreiche Vorschriften zu erfüllen. Bei größeren Turnieren und Spieltagen mußten Sportler z. B. Räume der Verbansschule in Anspruch nehmen.
Der Beginn der Planungen für das Projekt Sportheim-Sanierung und Anbau war bereits im Juli 1987. im April 1993 genehmigte das Landratsamt Schweinfurt die umfangreichen Tekturpläne. Nach der endgültigen Zusage des BLSV München begannen die Mitglieder unter der Leitung und tatkräftigen Mithilfe unseres Mitgliedes und Architekten Robert Karch im Juli 1993 mit den Bauarbeiten.
Bis Ende 1993 konnte der Rohbau des neuen Teiles fertiggestellt werden. Im Laufe des Jahres 1994 bis zur Einweihung im Juli 1995 wurde dann der Innenausbau des neuen sowie der Umbau und die Sanierung des alten Sportheimes vollzogen.
Die Gesamtkosen belaufen sich laut Finanzierungsplan auf 1,1 Mio DM. Dank der enormen freiwilligen Arbeitsleitungen unserer Mitglieder mit über 30.000 Helferstunden konnten die finanziellen Aufwendungen auf ca. 700.000 DM beschränkt werden. Ohne ihre Mithilfe wäre ein solches Projekt nicht zu verwirklichen gewesen. Auch den am Bau beteiligten Firmen, die uns z. T. mit ihrem Fachwissen, ihrer Arbeitsleitung, ihren Maschinen und Geräten unterstützt haben, sind wir zu besonderem Dank verpflichtet.
Ein ebenso herzliches Dankeschön den örtlichen Vereinen, der Gemeinde Üchtelhausen, der Diozöse Würzburg, dem BLSV, der Kulmbacher Reichelbräu sowie den vielen privaten Spendern.
Die DJK darf heute stolz auf das neue Sportheim, ja die gesamte Sportanlage sein, die sich mittlerweile zu einer Begegnungstätte unserer Jugend, Sportler und der gesamten Bevölkerung entwickelt hat

Eine weitere, unbedingt notwendige Baumaßnahme wurde im Jahr 1999 mit der Erneuerung des alten Sportplatzes in Angriff genommen. Hierzu wurde bereits im Jahr 1998 in der Jahreshauptversammlung beschlossen, dass des Sportplatz mit Rollrasen belegt werden soll, weil hierdurch der Spiel- und Trainingsbetrieb schneller wieder aufgenommen werden kann.
Der Auftrag wurde an die Firma Fösel vergeben, die für die Begradingung des Sportplatzes, das Verlegen der Flutlichtanschlussleitungen, das Setzen des Fangzaunes, das Anlegen von Fußwegen und das Errichten eines Kinderspielplatzes zuständig waren.
Das Highlight dieser Bauaktion war natürlich das Verlegen des Rollrasens im Mai 1999 wo ca.100 freiwillige Helfer tatkräftig mit anpackten.
Rechtzeitig zum 50 jährigen Fussballjubiläum im Juli 1999 war die DJK mit dem Bau fertig und der Platz wurde bei einem Festgottesdienst vor Ort eingeweiht.


Die Derzeit letzte Baumaßnahme war das Anlegen eine Beachvolleyballfeldes im Sommer 2003. Das Feld konnte Dank der guten zusammenarbeit der DJK-Sportjugend mit der Vorstandschaft in Rekordzeit und mit sehr geringen Mittel realisiert werden.
Wir sind zuversichtlich, daß wir auch die vor uns liegende Zeit, die sicher nicht leicht sein wird, gemeinsam meistern werden.